WLANs erfolgreich messen und optimieren

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Grundsätzlich sollte man sich bei den Geschwindigkeitsangaben der Hersteller immer klar darüber sein, das die angegebenen Werte in der Regel immer Bruttoübertragungsraten sind.

In dieser enthalten sind unter anderem die Nutzdaten und Steuerungsdaten.

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Unter Steuerungsdaten versteht man die Protokolldaten die im Header der Datenpakete erfasst werden.

Unter Nutzdaten die eigentlichen Daten die übertragen werden sollen.

Ich möchte Ihnen anhand von ein paar Beispielen zeigen, mit welcher realistischen Datenübertragungsrate sie rechnen sollten, also der Nettoübertragungsrate.

  • Die Bruttoübertragungsrate bei IEEE 802.b beträgt 11 Mbit/s. davon bleiben als Nettoübertragungsrate ca. 4-6 Mbit/s übrig.
  • Bei dem etwas neueren Standard IEEE 802.g bleiben von der ursprünglichen Bruttoübertragungsrate 54 Mbit/s, nur noch eine Nettoübertragungsrate von ca. 15-25 Mbit/s zurück.
  • Noch dramatischer sieht es bei dem Standard IEEE 802.n aus. Hier wird eine Bruttoübertragungsrate von bis zu 600 Mbit/s angegeben. In der Realität also der Nettoübertragungsrate kann man dann nur noch mit ca. 100-120 Mbit/s rechnen.

Will man ein WLAN betreiben, muss man sich von Anfang an im klaren darüber sein, dass ein WLAN empfindlicher gegenüber äusseren Einflüssen ist als ein herkömmliches LAN.

Diese äusseren, oftmals nicht beeinflussbaren Faktoren wirken sich auch bei der Übertragungsgeschwindigkeit aus.

Ich möchte versuchen Ihnen hier einige dieser Faktoren aufzuzeigen.

  • Je weiter WLAN Geräte voneinander entfernt sind, desto schlechter wird die maximale Übertragungsrate.
  • Bauliche Hindernisse die zwischen den WLAN Funkstrecken liegen beeinflussen unser WLAN Netz am stärksten. Diese können Reflektionen hervorrufen, die es im schlimmsten Falle unmöglich machen können, eine WLAN Funkverbindung aufzubauen.
  • Je mehr WLAN Geräte sie einer WLAN Funkzelle anschliessen, desto geringer wird Ihre Übertragungsgeschwindigkeit sein, da sich alle WLAN Geräte die Leistung teilen müssen.
  • Andere Störfaktoren können z.B Geräte sein, die beim Betrieb Frequenzen aussenden, die dem WLAN sehr nahe liegen. So ist z.B. die häusliche Mikrowelle ein sehr grosser Störfaktor. Diese sendet Frequenzen aus, die sehr nahe am 2,4 Ghz Band liegen, das für WLAN benutzt wird.

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Was sollten Sie nun beim Aufbau eines WLAN Netzwerkes beachten?

  1. Machen Sie sich am besten einen Lageplan des Gebäudes oder Geländes, das Sie mit WLAN abdecken möchten. Zeichnen Sie hier alle vorhandenen Störquellen ein. Diese können sein, Mikrowellen, Mauern aus Stahlbeton, Wände mit alukaschierter Isolierwolle etc…
  2. Verzeichnen Sie auf Ihren Lageplan, welche Standorte Sie sich für Ihre Access Points denken könnten. Achten Sie dabei das Sie Zugang zum LAN haben, an das die Access Points angeschlossen werden müssen. Achten Sie desweiteren besonders darauf die Platzierungen so auszuwählen, das diese weit weg von Störquellen liegen.
  3. Kaufen Sie sich einen Access Point von einem Hersteller Ihrer Wahl.
  4. Installieren Sie nun auf Ihrem Laptop eine Messsoftware. (Schauen Sie bei den von mir empfohlenen Software-Programmen vorbei)
  5. Montieren Sie den Access Point provisorisch an dem ersten von Ihnen eingezeichneten Standort.
  6. Nun gehen Sie mit dem Laptop durch das Gebäude oder Gelände und nehmen Messungen vor an den Standorten, an denen später WLAN vorhanden sein soll.
  7. Notieren Sie die Messergebnisse auf Ihren Lageplan. (Messen Sie sowohl die Signalstärke, als auch die maximale Übertragungsgeschwindigkeit)
  8. Sollten Sie mehrere Access Points einsetzen wollen, wiederholen Sie diese Schritte mit jedem neuen potentiellen Standort.
  9. Notieren Sie genauestens alle Messergebnisse.
  10. Sind alle Standorte gemessen, können Sie mit der Auswertung beginnen. Zeichnen Sie sich um alle Access Point Standorte einen Kreis in dem Sie Messwerte ermittelt haben, die für Sie akzeptabel sind.
  11. Anhand dieser Zeichnung können Sie ganz genau ermitteln, ob Ihre ausgewählten Standorte perfekt sind, oder ob Sie evtl. durch weitere Access Points die Deckung verbessern müssen.

Sollte Ihnen dieser Beitrag geholfen haben, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen 🙂

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